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Volle TanzflächeNun, Listen mit Regeln gibt es im Internet viele, für alles Mögliche und Unmögliche. Dieser Trend kommt aus den USA und hilft vermutlich den Anfängern einiges zu lernen, was sonst eher als generelle und unausgesprochene Übereinkunft gilt.


Neulich fand ich eine spanische Liste, die sechs Dinge beim Salsatanzen in den Mittelpunkt stellt. Auf den ersten Blick gute Dinge, doch nach einigem Nachdenken, kamen mir Zweifel und ich fand einiges etwas antiquiert. Salsa ist heute anders als Salsa vor 10 Jahren und Bachata ändert sich momentan sehr rapide, aber ändern sich auch unsere "Benimm-Regeln"?

Ein ist sicher, mit dem Wandel änderte sich in Deutschland auch ein wenig die Zielgruppe, da heute auch viel mehr Jüngere tanzen. Erschwerend für ein Regelwerk kommt hinzu, dass für andere Tänze und insbesondere für Tanzschulen, welche Standardtänze unterrichten, aber im Grunde mit ihren Tänzern außerhalb der Schule nur sehr selten tanzen, sicher andere Schwerpunkte gelten.
Also dachte ich, dass ich diese Liste mal bearbeite, ergänze und das ganze kommentiere. Die ersten Regeln gelten vor allem für Männer, wenn auch nicht ausschließlich. Am Ende sind auch ein paar Regeln nur für Frauen. Mein Schwerpunkt liegt hier definitiv auf Salsa, Bachata und allen Varianten des Latindance.

Viel Spaß beim Lesen.

 

1. Verletzte niemanden!

Diese Regel gilt immer und überall und darf als wichtigste Regel gelten. Sie steht weit überhalb allen anderen Regeln und wird trotzdem so oft missachtet! Neben dem rücksichtslosen Getretenwerden sind es blutende Nasen, Schwellungen, Ödeme an den Füßen und Beinen, Ellenbogen mit Wucht im Gesicht, Torsionen am Knie, verdrehte Handgelenke, sogar Knochenbrüche. Alles habe ich schon in 15 Jahren gesehen und zum Teil mehrfach erlebt. Das ist kein Spaß!

Die Gründe dafür sind vielfältig. Schuld ist fast immer der Mann (aber nicht ausschließlich!). Damit zusammen geht immer auch das Unvermögen des Tänzers, der sich in diesem Moment überschätzt und die Kontrolle komplett verloren hat! Stattdessen sollte er lieber mehr auf seine Partnerin und die ihn umgebenden Tänzer aufpassen.

So habe ich schon erlebt, dass sich Pärchen plötzlich auf den Platz drängeln, auf dem ich tanze und sofort jemanden dabei verletzen, oder Frauen, die bei ihrer Ladystyle-Choreo anderen Leuten die Hand ins Gesicht schlagen oder den Ellenbogen ans Kinn des Mannes schlagen.

 

Ein paar Tipps, um die Ursachen von Verletzungen zu vermeiden:

Viele Verletzungen entstehen durch Dichte, Platzmangel und Fehleinschätzung:

  • Ein Tänzer sollte nur soviel Platz auf einer Tanzfläche beanspruchen, wie ihm zusteht. Die Anderen verdienen den gleichen Platz! Wer mitten im Stück noch auf die bereits voll Tanzfläche kommt, darf die anderen nicht verdrängen.
  • Vor jedem (!) Cross sollte ein Schulterblick in die Richtung erfolgen, wo man die Frau hinführt. Das macht ihr beim Autofahren doch auch, oder?
  • Bei wenig Platz sollte das Paar auch nicht zu weit auseinander tanzen. Der Mann muss also für den angemessenen und nicht zu großen Abstand zur Partnerin sorgen.
  • Beim Cubanisch-Tanzen muss man vor jeder gemeinsamen Körperdrehung und jedem Lauf der Frau das Umfeld scannen (also im Schnitt alle 3s!), ob da überhaupt Platz ist! Und liebe Cubanischtänzer, habt ihr die Ellenbogen hochgehoben, etwa auf Kopfhöhe der anderen Tänzerinnen? WARUM das denn??? Nehmt sie runter (sieht übrigens auch besser aus!).
  • Bei voller Tanzfläche, verzichte auf alle Figuren, ja, auf alle Figuren, wo die Frau oder Du den Platz verlassen!
  • Tanze langsam, umsichtig und kontrolliert, nicht hektisch.
  • Beim Ladystyling sollte sich die Frau vorher vergewissern, dass genügend Platz vorhanden ist, da sie sonst Ohrfeigen an unbeteiligte Leute und Zuschauer verteilt.
  • Wenn die Tanzfläche schon rappelvoll ist und Du Figuren tanzen möchtest, warte doch den nächsten Tanz ab, dann klappt es vielleicht besser.
  • Invadiere nicht in andere Paare. Das bedeutet, dass man den Platz eines anderes Tanzpaares respektieren soll und nicht einfach auf deren Linie anfängt selbst zu tanzen!
  • Ein Tipp für Frauen: Auch bei Shines und Choreos einfach auf der 5 oder nach jeder Drehung den Mann mal ansehen und die Distanz prüfen. Das ist das beste Mittel, ihm nicht den Ellbogen ins Gesicht zu schlagen.

 Volle Tanzfläche Volle Tanzfläche
Der gleiche Abend: einmal sind Figuren unmöglich, wenig später hingegen ist etwas mehr Platz und "kleinere" Figuren sind tanzbar!

Was kann bei zu viel Enthusiasmus oder mangelnder Kontrolle passieren?

a) Treten von anderen Pärchen:

Man sollte niemanden treten. Passiert es doch, entschuldigt man sich und von da an tanzt man viel vorsichtiger. Offensichtlich hatte der Mann die Kontrolle verloren! Als Faustregel gilt, in 10 Partys sollte man nicht mehr als einmal jemanden aus Versehen getreten haben!

Tritt man im selben Tanz zweimal jemanden, ist man mit Verlaub ein Idiot,
merkbefreit oder ein Egomane! 


Der vermutlich unangenehmste Typ von Tänzer ist der, der sich als "Herr der Tanzfläche" fühlt. Frei nach dem Motto: "Pfeif' auf den Rest, Platz da, hier komme ich". Solche Egozentriker braucht kein Mensch!

b) Anrempeln, oder Ellenbogen ins Gesicht schlagen bei anderen Pärchen

Geht's noch? Nehmt die Ellenbogen runter! Lernt Euren Körper zu kontrollieren oder geht üben! Da gibt es nichts schön zu reden! Eine Nase bricht leicht - wollt ihr das wirklich?

c) Fallenlassen der Partnerin

Nun, wer Fallfiguren nicht beherrscht, sollte sie im Unterricht üben. Alles andere blamiert die Frau, die am Boden liegt und Euch selbst auch!
Generell gilt, dass man am Anfang der Tanzkarriere vor allem die groben Parameter wahrnimmt (Anzahl der Drehungen, Fall-/Hebefiguren, Überraschungen, usw.) Salsa ist aber im Grunde was ganz anderes. Akrobatik sollte erst dann kommen, wenn man bereits gut Salsa tanzt.

d) Treten des eigenen Partners

Finde ich völlig harmlos. Während das früher in Tanzschulen als großes Missgeschick galt, ist es beim Social auf der Tanzfläche, gerade mit Anfängern, schon eher mal möglich, dass man getreten wird. Tut aber nur selten weh, da der Frauenabsatz hinten am Schuh ist. :-)

 

2. Frage Deine Tanzpartnerin nach dem Auffordern, welchen Stil sie mag

Kein Muss, schließlich entscheidet auch der Mann, aber es ist eine nette Geste, vor allem, wenn man sich nicht kennt und nicht weiß, was der andere mag. Üblicherweise sind die Optionen Cubanisch, Salsa auf eins oder zwei.
Es gibt heute so viele Stile, sogar noch  mehr als eben angeführt (Kolumbianisch, Puerto Rico-Style, Salsaton, Salsa Choke, usw...), so dass ein freundliches Fragen da helfen kann, wenn man jemanden Unbekannten auffordert. Kennt eine Frau ihren Tanzpartner schon länger, darf sie natürlich auch mal nach einem Stil fragen!
Am Rande, als ich das erste Mal in New York tanzen war, war das nicht nötig, da wirklich alle on2 tanzten. :-)

 

3. Tanze mit Deinem Partner nicht mit den Leuten am Rand der Tanzfläche

Volle Aufmerksamkeit und BlickkontaktDieses 100% Einlassen auf den Partner haben besonders viele Latinos gut drauf. Das gibt der Frau das Gefühl, sie sei die Einzige, die in diesem Tanz zählt.
So etwas lese ich immer wieder... klar, wenn man nur selten tanzen geht, ist das so. Bei einer vollen Party mit Hunderten von Leuten, vielen Bekannten, Leuten die Ein- und Ausgehen, einen begrüßen, sich verabschieden, einen anrempeln, usw. kann man diese Menschen nicht komplett ignorieren!

Zugegeben, ich muss kein Gespräch mit jemanden am Rand anfangen, während ich tanze, aber soziale Kommunikation findet doch immer statt. Ich denke zusammenfassend kann man sagen: "Schenke Deiner Partnerin soviel Aufmerksamkeit wie möglich"!

 

4. Darf man eine Aufforderung verweigern?

"Keinesfalls, eine Frau, die den Mut aufbringt, einen Mann aufzufordern, sollte mindestens drei Tänze in Folge bekommen".... Gähn... So etwas herzzerreißendes... die arme Frau, bringt nach Stunden des einsamen Wartens den Mut auf...

Ganz im Ernst, in welcher Zeit lebt ihr denn? Warum sollte eine Frau einen Mann denn nicht auffordern? Gerade auf Partys, wo sich die Leute kennen, passiert das doch ständig. Wenn eine Frau nicht auffordern mag, okay, kein Problem. Aber etwas Besonderes ist es heute nicht, wenn eine Frau einen Mann nach einem Tanz fragt. Wir reden ja erst einmal nur vom Tanzen und das Mittelalter ist auch vorbei!
In Bezug auf die Eingangsfrage, ist die sich ergebende Konsequenz für mich, dass ich natürlich auch ablehnen darf! Klar, mit aller Höflichkeit und vielleicht auch mit einer Erklärung, sollte das dann schon sein: "Habe gerade erst getanzt, brauche 5min Pause, aber gerne später."
Grundsätzlich muss nicht jeder mit jedem tanzen.

Eine Beobachtung möchte ich noch hinzufügen und zwar in Bezug auf den eben genannten Punkt der "Höflichkeit" beim Ablehnen eines Tanzes:
Ich habe schon mehrfach gesehen, dass Frauen, die anfangen zu tanzen, und sich  ja gerne "nach oben tanzen wollen", sich zuerst einmal die guten Tänzer aussuchen, da sie dort am meisten lernen und den Männern ihres Niveaus konsequent Absagen erteilt. Scheinbar sehen sie es als selbstverständlich an, dass der "Toptänzer" gerne mit Anfängerinnen tanzt, umgekehrt sie aber die anderen Männer böse abblitzen lassen. 
Ist das clever? Vermutlich nicht, denn Ablehnungen merkt man sich als Anfänger eher, und nimmt es bei fehlender Höflichkeit vielleicht auch nicht so sportlich auf, so dass mittelfristig die Chancen der Anfängerin schwinden, aufgefordert zu werden. Und bedenkt, auch Männer verbessern sich beim Tanzen. Sind diese Männer Monate später dann viel besser, meiden sie genau diese Frauen, weil sie von ihnen ja abgelehnt wurden, jetzt aber ein tolles Niveau haben, aber eben nicht vergesslich sind. Man sollte niemals die Wirkung einer Kränkung unterschätzen ;-)

5. Bedanke Dich am Ende des Tanzes

Üblicherweise mit Küsschen links/rechts. Bei Unbekannten auch gerne mit einigen netten Worten. Kostet nichts, ist nicht schwer und gehört einfach dazu!

Ich habe schon erlebt, dass sich eine Frau über einen Tanz bei Dritten beschwerte, da der Tänzer zu wenig Rücksicht auf sie nahm oder sie mit zu harter Hand anfasste, klammerte oder schubste. Klar, kann alles passieren und vorkommen. Die Welt des Salsa kennt viele Facetten, um es mal positiv auszudrücken ;-)

Aber gleich beschweren ist auch nicht die feine Art und wird nichts ändern. Sagt doch dem anderen Tänzer, dass ihr es beim nächsten Mal etwas leichter wollt. Das setzt aber voraus, dass ihr selbst genügend Erfahrung habt. Eine Anfängerin sollte nicht unbedingt sofort jemanden kritisieren, der schon viele Jahre tanzt. Nach ein paar Monaten darf sie das aber gerne. Denn auch der sehr gute Tänzer kann etwas dazulernen!

Die schlimmsten Tänze sind vermutlich für alle die, bei denen ein großes Gefälle im Bezug auf die tänzerischen Fähigkeiten vorliegt. Wenn also ein Anfänger oder eine eine Anfängerin sich ein 8min Stück aussucht, jemanden auffordert und schon bei der ersten Drehung stolpert... dann wird das ein verdammt langer und harter Tanz, für Männer sowie für Frauen! Trotzdem sollte man in beiden Fällen einfach lächeln und trotzdem danke sagen. :-)

 

6. Lass dem Partner auch Freiraum - Shines, Improvisation und Armfreiheit

Tanzen hat auch was mit Ausdruck, Interpretation und körperlichem Spaß zu tun. Wenn ich der Partnerin keine Chance gebe, dies auch mal zu machen und erleben, dann enge ich sie ein. Wenn in der Musik ein Solo kommt oder eine perkussive Stelle, dann kann ich sie (vorsichtig) loslassen und mit Soloschritten tanzen. Sehe ich dabei aber, dass sie sich unwohl fühlt und es nicht mag, greife ich sie erneut.

Als Mann sollte man immer bei Shines drauf achten, dass die Frau sich dabei wohlfühlt! Wenn sie also nur "Cucarachas" (Sidesteps) macht, dabei ein überforderten Eindruck macht, dann ist es besser die Frau sofort wieder "abzuholen" und mit den Paarfiguren weiterzumachen. Hat die Partnerin hingegen ein gutes Repertoire, kann man das auch länger durchziehen, aber immer im Rahmen des Taktes z.B. 8/16/32-Taktblöcke, bzw. wenn die Musik wechselt, geht es dann wieder zurück zum Paartanz und gegebenenfalls nach dem Refrain wieder zu den Shines.

Mein Tipp an alle Frauen, die es nicht gewohnt sind: SuziQ, Sidesteps, Drehung -> Spaß haben! In der Disko nebenan geht es doch auch! Es ist auch Musik, also spürt sie. :-)
Man sagt immer so schön, man soll so tanzen, als ob einen niemand dabei beobachtet! Das ist der Moment, in dem ihr die Chance dazu habt.

Für Männer: Ist die Partnerin wesentlich besser, dann besteht immer die Gefahr, dass man sie langweilt. Meine Erfahrung ist, dass sie dann sogar sehr dankbar ist, wenn sie mal aus dem Grundschritt rauskommt.

 Hier ein Beispiel zu Steps und Shines von Fadi und Bersy:

Bei 21s und vor allem bei 50s sieht man wie viel Spaß die beiden bei den Soloschritten haben!

 

Hier eine schöne Anfänger Shines-Kombination für Männer und Frauen zum üben:

Drehung recht, Drehung links, SuziQ, SuziQ Variation und zurück in die Figur. 


Weitere Kombinationen: Noelia Delgado zeigt eine einfache Schrittkombination für Männer und Frauen,

Wer es gerne etwas etwas komplizierter mag: Shineskombination Bersy und Noelia

Eine Schrittkombination mit Rumba und Pachangaelementen von Noelia Delgado: ohne Musik, mit Musik

Und zum Anschluss eine Rumbakombination von Bersy Cortez

Wem die Videos gefallen, findet in meinem Youtube-Kanal über 1600 Tanzvideos.

 

7. Auf Partys: Lass das Üben von Figuren zu später Stunde und vor allem mit Unbekannten

In den Kursen lernt man viel und alles muss lang geübt werden, bis es flüssig beherrscht wird. Langes Erklären auf Partys "Wenn ich so mache, machst du das..." und vor allem das mehrfache Wiederholen des Nichtgekonnten gehört eher auf Übungsabende (Afterwork). Wenn eine Figur nicht klappt, brich sie ab und tanze eine andere. Davon geht die Welt nicht unter. Insistierst Du aber, wird es peinlich!

Ich persönlich finde, dass wenn einem der Partner bekannt ist und er auch Lust zum Üben hat, kann man selbst auf Partys am Rand mal was üben, aber die Regel ist das nicht!
Und wie immer gilt: Es kommt auf die Führung an - man kann üben, im besten Falle ohne Erklärungen, rein durch Führung. Wenn es was komplizierteres wird, dann kann man gegebenenfalls die Frau dahin bringen, wenn man vorher 2x eine leichtere Variante getanzt hat und diese klappte. Aber mit Wortinstruktionen ist so etwas nicht cool! Das geht auch von der Lautstärke her schlecht.

Um es mal radikaler zu formulieren: wer Samstagnacht beim Tanzen seine Führung erklären muss, hat zu wenig geübt und kann nicht tanzen - und das gilt für Männer und Frauen!

 

8. Lerne weiter dazu

Es gibt tatsächlich immer wieder Leute, die meinen, dass sie nach 2-3 Kursen "Salsa können". Mit dieser Einstellung wird man niemals besser als der unterere Durchschnitt tanzen!
Meiner Meinung nach haben Eure Partnerinnen mehr Spaß, wenn ihr ein gewisses Repertoire im Salsa und Bachata habt in dem ihr sicher seid, aber auch trotzdem mal Eure Partnerin überraschen könnt. Das hilft auch gegen die eigene Langeweile! Auch das gilt für Männer und Frauen!
Gerade die Ansicht, dass Frauen ja keine Kurse besuchen müssen und nichts lernen müssen, halte ich für eine sehr ermüdende und grundfalsche Einstellung. Auf einen zweiten Tanz (unter Umständen noch gestolpert und ohne Styling) haben da die wenigsten Männer Lust.

Männer und Frauen mit dieser Einstellung sind gleichzeitig die, die sich auch gerne beschweren, dass sie nicht aufgefordert werden. Muss ich jetzt das Orakel fragen, woran das liegt ;-)

 

9. Schwitzen ist erlaubt - stinken nicht!

Wer viel tanzt, gerade im Sommer wird schwitzen! Das gehört auch beim Salsa einfach dazu. Die Alternative ist nicht zu tanzen. Und klar, zu später Stunde kann dann auch das Deo versagen. Alles kein Problem, schließlich macht sich im Sportverein darüber auch keiner Gedanken. Was anderes ist es, wenn jemand ungeduscht zum Tanzen kommt. Es gibt Leute mit schlechtem Geruchssinn, aber das sind nicht alle. ;-)

Noch ein Tipp für alle, die gerne die gleiche Kleidung tragen: Verschwitzte Wäsche sollte gelegentlich auch mal mit 60°C gewaschen werden, sonst kann es sein, dass ihr zwar frisch geduscht seid, aber die Wäsche muffelt.

 

10. Blockiere niemanden für "Ewigkeiten"

Wenn Du mit jemanden tanzt, ist in der Regel am Ende des Tanzes ein guter Zeitpunkt diese Person wieder freizugeben ;-). Wenn viel Sympathie vorliegt, geht es aber auch länger. Schlimm finde ich die Männer und Frauen, die Klammern und ihre Partner nicht freigeben, obwohl diese das wollen. Gerade beim Umgang mit Anfängern sieht man das gelegentlich.

 

11. Zum Schluss noch ein Fettnäpfchen für Frauen: Sich beklagen, das Männer fehlen

Der Klassiker in Deutschland: "Hier gibt es ja kaum Männer, die tanzen können." 
Meine Antwort ist dann immer: "Ja, und? Was tust Du dagegen?"

Zugegeben, die Mehrheit der Männer tanzt in Deutschland nicht so gerne. Das hat sich zwar durch die Salsawelle und die Popularität der letzten Jahre etwas geändert, aber Fakt ist, dass abends oft deutlich mehr Frauen unterwegs sind. Als Mann bekomme ich hin und wieder den Frust ab, dass mir Frauen sagen, dass sie nicht aufgefordert wurden, usw.

Meine Tipps dazu:

a) Ladet doch jeden Abend einen Mann aus Eurem Bekanntenkreis ein. Wenn das alle machen, ist es zum Wohle aller.
Zu dieser Aussage habe ich auch schon einmal die Antwort erhalten: "ja, ich kenne da welche, aber ich will mit denen nichts anfangen".
Das finde ich persönlich ganz okay, aber... erstens geht es hier primär ums Tanzen und nicht ums Flirten und falls doch, ladet sie trotzdem ein, denn vielleicht mag eine andere Frau den Typen ja und wieder jemand anderes hat jemanden eingeladen, den ihr toll findet. More People, more fun!

b) Stehen Frauen zu sehr mit Ihren Freundinnen in Cliquen rum, oder sitzen entfernt von der Tanzfläche, sehen gelangweilt aus, usw., so wird sie vermutlich niemand auffordern. Wer tanzen möchte, sollte aufmerksam auf die Tanzfläche sehen, auch mal die Freundin Freundin sein lassen und ggf. etwas rhythmisch mit dem Fuß wippen oder den Körper bewegen und signalisieren, dass sie tanzen will. Die besten Chancen hat man immer noch, wenn man an der Tanzfläche steht.

 

So, das war es soweit. Der Text ist viel länger geworden als ich dachte, aber vielleicht hat ja jemand bis hierhin durchgehalten :-)
Das alles sollte nicht nur bierernst verstanden werden und auch nicht als Knigge oder "Grundgesetz" des Tanzens. Es spiegelt in erster Linie meine Meinung wieder und wenn ihr Euch in dem einem oder anderen Punkt wiederfindet, würde ich mich freuen, wenn ihr den Text auf Facebook, Twitter oder wo auch immer teilt (aber bitte nicht kopiert, besser ihr verlinkt!). Verlinkungen sind also auch willkommen!
Und da alle Theorie grau ist, nun ab auf die Tanzfläche! :-)

Ganz besonderen Dank an Eric Laubach für die abschließenden Ideen und die immer fruchtbare Diskussion zu diesem Thema!

 

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